01.09.2026

66’578 Kilometer, um die Schweiz zu Fuß zu durchqueren

Pascal Bourquin et un groupe sur un sentier près de l'Aar célébrant le kilomètre 33 289

Seit fast dreizehn Jahren geht Pascal Bourquin jeden Wanderweg in der Schweiz zu Fuß. Er erreichte den 33’289. Kilometer — die Hälfte seines Projekts — während einer Etappe, die bei der Aare gefeiert wurde.

Mit 60 Jahren verfolgt Pascal Bourquin, wohnhaft in Moutier (JU), ein ungewöhnliches und entschlossenes Projekt namens “La vie en jaune” (Leben in Gelb): jeden Wanderweg in der Schweiz zu gehen. Nach seinen Berechnungen umfasst die Gesamtstrecke 66’578 Kilometer. Den 33’289. Kilometer, also die Hälfte der Route, erreichte er während einer Etappe, die von etwa dreißig Personen begleitet wurde, darunter seine Tochter.

Schwindelerregende Zahlen

Um die Distanz greifbarer zu machen, vergleicht der Artikel 33’000 Kilometer mit der kürzesten Hin- und Rückstrecke zwischen Bern und Peking laut Google Maps oder mit “125 einfachen Fahrten zwischen Schaffhausen und Lugano”, wobei die schnellste Straßenroute zugrunde gelegt wird. Das Gesamtprojekt wird als “einmal und eine halbe Erdumrundung” beschrieben.

Einige konkrete Eckdaten

  • Projektbeginn: vor zwölf Jahren und neun Monaten.
  • Abgeschlossene Etappen: zum Zeitpunkt der Berichterstattung die 1’305. Etappe.
  • Angestiegener Gesamthöhenmeter: “1’682’000 Meter Aufstieg“.
  • Aktuelles Tempo: etwa 45 Kilometer pro Woche und rund zwei Tage pro Woche, die dem Projekt gewidmet sind.
  • Organisation: auf jede Geh-Stunde entfällt etwa eine Stunde Vorbereitung und Planung.

Begegnungen, Überraschungen und einfache Freuden

Die Reise war nicht idyllisch: Verletzungen, ein Hundebiss, gesperrte Wege, geschlossene Restaurants, schlechte Mahlzeiten und unbequeme Nächte gehören zu den erwähnten Schwierigkeiten. Aber Pascal Bourquin betont auch “die riesige Freude, in der Natur zu sein” und “sehr, sehr viele Glücksmomente.”

Ich habe das Gefühl, ich sei erst gestern aufgebrochen… Viele Leute sagten mir, es sei unmöglich. Selbst die halbe Strecke schien unendlich weit. Und plötzlich sind wir hier.

Zu den über die Jahre genannten Überraschungen zählen: Gämsen in Solothurn begegnen und einen einsamen alten Wanderer auf der Via Alta Verzasca entdecken. Ein alltägliches Ritual des Wanderers: die Aare mit einer kleinen motorlosen Fähre zu überqueren, die von der Strömung angetrieben und an einem Seil geführt wird.

Wie geht es weiter?

Pascal Bourquin sagt, seine Motivation habe sich verändert: Während er anfangs “etwas Außergewöhnliches tun” wollte, sucht er jetzt hauptsächlich eine Verbindung zur Natur, das Entdecken neuer Orte und Meditation durchs Gehen. Er hofft, für die zweite Hälfte gelegentlich “ein bisschen mehr Zeit” zu haben, um mehrere Tage an einem Ort zu bleiben.

Er plant, das Projekt am 1. August 2041 auf dem Bundesplatz in Bern abzuschließen!

Quelle: watson.ch